Makula-Degeneration (AMD)

So sehen Menschen mit AMD
So sehen Menschen mit AMD

Die Makuladegeneration, auch Altersbedingte Makula-Degeneration (AMD) genannt, ist eine der häufigsten degenerativen Augenerkrankungen der westlichen Welt. Schätzungsweise 7 Millionen Menschen leiden in Deutschland daran[1]. Zwei Drittel aller Menschen über 65 können betroffen sein. 85% der Erkrankten leiden an der trockenen Form, nur 15% an der feuchten Form. Im Allgemeinen führt die AMD nicht zu einer vollständigen Erblindung, trotzdem verlieren jährlich ca. 5.000 Menschen ihre zentrale Sehschärfe so weit, dass sie Blindengeld beantragen können.

Was ist die Makula?

So nennt man den gelben Fleck, einen nur etwa 3 mm großen Teil auf der Netzhaut, in dessen Zentrum die „Sehgrube“ (Fovea Centralis) liegt. Dieser Bereich ist für das scharfe Sehen zuständig, zum Beispiel beim Lesen, Erkennen von Gesichtern oder der Unterscheidung von Farben. Im Bereich der Makula befinden sich etwa 5 Millionen lichtempfindliche Zellen, die restlichen 120 Millionen lichtempfindlicher Zellen verteilen sich auf der Netzhaut und sind mehr für die allgemeine Wahrnehmung wie hell/dunkel und Umrisse zuständig.  

Entstehung und Risikofaktoren

Es heißt, die Makuladegeneration sei altersbedingt. Das kann man so sehen, aber letztlich ist sie eine Konsequenz der Ernährungs- und Lebensgewohnheiten, die sich eben über Jahre aufbauen. In der gesamten Netzhaut sowie natürlich der Makula herrscht ein reger Stoffwechsel und wenn die Entsorgung der Stoffwechselendprodukte nicht mehr richtig funktioniert, bilden sich Ablagerungen, die sogenannten Drusen.

Rauchen und Bluthochdruck sind die beiden größten Risikofaktoren, hinzu kommen Alkoholkonsum und eine Ernährung mit vielen fetthaltigen Fertigprodukten und wenig Obst und Gemüse. Bestimmte Medikamente können als Nebenwirkung die feinen Blutgefäße im Auge schädigen, zum Beispiel Betablocker. Außerdem könnte die Belastung durch blaues Licht wie es von Handys und Computerbildschirmen abgegeben wird, die Netzhaut ebenfalls schädigen. Nicht zuletzt beeinträchtigt lang anhaltender Stress eine gute Versorgung der Augen. Es gibt auch Hinweise darauf, dass Patient*innen, die eine Katarakt Operation hatten (grauer Star), später häufiger eine Makuladegeneration entwickelten. Bisher ist aber noch kein ursächlicher Zusammenhang nachgewiesen.  

Die Makuladegeneration ist keine reine Alterserscheinung, sondern eine Stoffwechselstörung

Eine genetische Veranlagung ist noch nicht bestätigt, aber es gibt Beobachtungen von familiärer Häufung. Doch wie bei allen chronischen oder altersbedingten Erkrankungen wäre die genetische Veranlagung sowieso nur ein Potential. Ausgelöst werden solche Erkrankungen fast immer durch die Ernährungs- und Lebensgewohnheiten. Die gute Nachricht ist dabei, dass sie durch eine Veränderung der Lebensführung auch positiv beeinflusst werden können, auch im Alter.

Unmerklicher Beginn

Das Auge wird von feinsten Blutgefäßen mit Nährstoffen versorgt und Abfallstoffe müssen weggeschafft werden. Wenn nicht genügend Nährstoffe, zum Beispiel Lutein und Zeaxanthin, Vitamin C, Zink oder Selen ankommen und/oder wenn der Abtransport durch Gefäßablagerungen behindert wird, verschlechtert sich der Stoffwechsel des Auges.

Ablagerungen in der Netzhaut - sogenannte Drusen.
Von Ipoliker – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=11399145

Wie im ganzen Körper kommt es mit zunehmendem Alter und abhängig von Ernährung und Lebensweise zu Ablagerungen unter der Netzhaut und in den Gefäßen. Augenärzte sprechen von „Drusen“. Sie sind quasi Vorboten der Makuladegeneration, die zunächst nur wenige Symptome verursachen. Erste Anzeichen können verschwommene Buchstaben beim Lesen sein oder auch Farben, die blasser wirken und schlechter unterschieden werden können.

Im weiteren Verlauf entsteht in der Mitte des Sehfelds ein wolkiger und zunehmend dunkler Bereich, durch das Absterben von Sehzellen (Atrophie). Jetzt wird das Erkennen der Uhrzeit, das Lesen und das Erkennen von Gesichtern immer schwieriger. Im Randbereich bleibt die Sehfähigkeit erhalten, sodass sich die Betroffenen noch in ihrer Umgebung orientieren und viel Dinge weiterhin selbstständig tun können. All diese Symptome gehören zur trockenen Form der AMD. Wenn sich durch die schlechte Versorgung Blutgefäße unter der Makula vorwölben, kann es auch bereits zum Verzerrtsehen gerader Linien kommen.

Die feuchte Form

Wenn die Unterversorgung des Auges fortschreitet, tritt unser Selbstheilungssystem auf den Plan. Ähnlich wie bei verstopften Koronararterien am Herzen können Umleitungsgefäße gebildet werden. Am Herzen sollen sie einen Infarkt verhindern und genau so baut der Körper jetzt neue Gefäße als Umleitung für die verstopften im Auge. Allerdings ist im Auge weniger Platz und die neuen Gefäße sind ganz zart. Dadurch kann es zu Komplikationen kommen, z. B. können diese kleinen neuen Gefäße platzen und es kommt zu Einblutungen. Dann sprechen wir von der feuchten Form der Makula-Degeneration. Der Versuch des Körpers, den Schaden zu beheben, kann im Auge also zu einer Verschlechterung führen.

Schulmedizinisch wird die feuchte Makuladegeneration hauptsächlich mit Spritzen in das Auge behandelt, die verhindern sollen, dass der Körper neue Gefäße bildet. Der Abtransport alter Einblutungen wird dadurch aber nicht beschleunigt, sodass Ablagerungen und Vernarbungen entstehen können. Um diese Schäden so gering wie möglich zu halten und die Selbstheilungskräfte zu unterstützen, ist auch in diesem Stadium die Moderne Akupunktur eine große Hilfe.

Das können Sie tun

Wenn gerade Linien verzerrt erscheinen, ist das ein Warnsignal für eine degenerative Augenerkankung, aber nicht immer bedeutet es eine AMD. Sie können diesen Test selbst machen und sollten sofort Ihren Augenarzt aufsuchen, wenn sie dabei Symptome entdecken.

Ab einem Alter von 50 Jahren wird eine regelmäßige Untersuchung des Augenhintergrunds auf Drusen und andere Zeichen der Makuladegeneration empfohlen.

Senken Sie die oben aufgezählten Risikofaktoren. Denn es ist nicht einfach das Alter, sondern die angesammelten „Sünden“ durch Ernährung und Lebensführung, die nicht nur zur Entstehung der AMD führen, sondern die auch Fortschritt oder Stillstand der Erkrankung beeinflussen.

Hilfe durch die Moderne Akupunktur nach Boel

Statistiken, die in den Kliniken von John Boel in Dänemark über mehr als 4.000 AMD-Behandlungen geführt wurden, konnten eine Verbesserung der Sehkraft von mindestens 15% bei ca. 83% aller Behandelten AMD-Patient*innen nachweisen. Das ist die Schwelle, an der eine Verbesserung subjektiv wahrgenommen wird. Auch wenn man zerstörtes Gewebe und Vernarbungen am Auge nicht mehr heilen kann, kann diese Methode einen großen Beitrag leisten, um das Fortschreiten der Erkrankung zu stoppen. Nur etwa 5% der Patient*innen profitieren nicht von der Behandlung.


Sind Sie oder jemand aus Ihrem Umfeld betroffen und möchten sich weiter informieren, inwieweit die Moderne Akupunktur nach Boel Ihnen helfen kann? Dann können wir gern einen Termin für ein kostenloses Informationsgespräch vereinbaren.


[1] Quelle: Gutenberg Gesundheitsstudie (GHS); https://www.woche-des-sehens.de/infothek/zahlen-und-fakten/augenkrankheiten-zahlen-fuer-deutschland/  (zuletzt besucht am 9.8.2019) Stand der Zahlen:  Ende 2018

Aus rechtlichen Gründen weise ich darauf hin, dass in der Benennung der beispielhaft aufgeführten Anwendungsgebiete selbstverständlich kein Heilversprechen oder die Garantie einer Linderung oder Verbesserung aufgeführter Krankheitszustände liegen kann. Die Moderne Akupunktur nach Boel ist ein Verfahren der naturheilkundlichen Erfahrungsmedizin, das nicht zu den allgemein anerkannten Methoden der Schulmedizin gehört. Alle getroffenen Aussagen über Eigenschaften und Wirkungen sowie Indikationen der Augenakupunktur nach Boel beruhen auf den Erkenntnissen und Erfahrungswerten der Therapierichtung selbst. Zur Zeit liegen noch keine unabhängige Studien vor, die in wissenschaftlicher Hinsicht die Wirkungsweise der MAB bei den auf dieser Website aufgeführten Krankheitsbildern nachweisen.